Holzbauwerkstatt

Neue Formate in der Baupraxis
Forschungsthema: Schwachholzverwendung

Auf Grundlage eines Forschungsvorhabens mit Förderung der Thüringer Aufbaubank und in Kooperation mit dem BDA Thüringen, der Stiftung Baukultur Thüringen, dem Speculative Engineering Institut der Fachhochschule Erfurt und einem großen Thüringer Partnernetzwerk engagiert sich hks architekten für die Stärkung und Weiterentwicklung des regionalen Holzbaus in Thüringen.
Besonderer Focus der Forschung ist die konstruktive Verwendung und digitale Verarbeitungstechniken von Schwachhölzern aus der Region. Dies betrifft unter anderem Kalamitätsholz, untergenutzte Baumarten und Stämme, die aufgrund zu geringer Durchmesser nicht für die Weiterverarbeitung zu Holzbauteilen geeignet sind.

Leitbild
Aufbau Prototyp
Restholz aus der Holzproduktion

Holzbauwerkstatt Thüringen

 

Aus dem Forschungsvorhaben hat sich die „Holzbauwerkstatt“ als
bauliche Installation und Kampagne für das Holzland Thüringen entwickelt. Diese wird auf der diesjährigen Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis als erster Anwendungsfall des Forschungsvorhabens – als in der Praxis und für die Öffentlichkeit sichtbares, translozierbares Bauwerk, das in Gemeinschaftsarbeit als Impulsgeber für eine zukunftsorientierte Holzbaukultur in Thüringen – baulich umgesetzt.

Wanderroute der Holzbauwerkstatt durch Thüringen
Experimentelle Weiterverwendung von Resthölzern

Nachhaltiger Materialeinsatz 

 

Bei den verwendeten Rundhölzern handelt es sich um Schälrollen des Thüringer Herstellers Pollmeier Massivholz GmbH & Co.KG. Diese Resthölzer bleiben beim Schälvorgang von Stämmen für Furnierschichthölzer übrig und werden stofflich verwertet.
Die experimentelle Anwendung auf der Landesgartenschau dient dem Forschungsprojekt als Reallabor und ermöglicht die Untersuchung des Materials über einen längeren Zeitraum im Außenbereich. Nach Abschluss der Landesgartenschau sollen die Bauelemente an verschiedenen Standorten im Land weiter genutzt werden – ein Beitrag zu ressourcenschonendem, zirkulärem Bauen in Thüringen.

Mitmachen, Erleben, Verstehen 

 

Die Errichtung der Holzbauwerkstatt auf der Landesgartenschau erfolgt an mehreren Aktionstagen, an denen auch Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau selbst am Aufbau der Installation mitwirken können.
Studierende aus Erfurt begleiten das Vorhaben und ermöglichen den interessierten Akteuren einen einfachen Zugang zur Praxis des experimentellen Holzbaus – unabhängig vom eigenen Vorwissen. So entsteht ein Ort, an dem sich Fachleute, Interessierte, Familien und Kinder gleichermaßen begegnen, Neues lernen und den Werkstoff Holz unmittelbar erleben.

Fundierter Austausch als Grundlage des Forschungsprojekts

Dabei sein. Mitmachen. Holzbau erleben.

Eindrücke von den Mitmachaktionen der Holzbauwerkstatt auf der Landesgartenschau Leinefelde-Worbis 2026

Entstehungsprozess der Holzbauwerkstatt während der vier Mitmachaktionen im Juni 2026
Mitwirkende bei der vierten und letzten Mitmachaktion der Holzbauwerkstatt Ende Juni 2026

Eröffnung der Holzbauwerkstatt 28/06/2026

Henriette Hantel | hks architekten BDA
Michael Rommel | BDA Landesvorsitzender Thüringen & Geschäftsführender Gesellschafter hks architekten BDA
Katja Fischer | Vorständin Stiftung Baukultur Thüringen
Projektbeteiligte und Förderer nach der gelungenen Eröffnung Holzbauwerkstatt

„Die Holzbauwerkstatt zeigt, dass nachhaltiges Bauen nicht nur von neuen Materialien lebt, sondern auch davon, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen. Gerade Schwachholz bietet viele Möglichkeiten, die wir mit dem Projekt praktisch erproben und sichtbar machen möchten.“

Ansprechpartnerin: Henriette Hantel

Kooperationsnetzwerk: GRÜNES HERZ THÜRINGEN –
DIE HOLZBAUWERKSTATT FÜR DAS HOLZBAULAND THÜRINGEN

 

Projektträger:

BDA Thüringen

Stiftung Baukultur Thüringen

Holz-21-Regio, Fachhochschule Erfurt

Speculative Engineering Institute, Fachhochschule Erfurt

hks architekten GmbH

 

Planungsteam:

Henriette Hantel, hks architekten BDA
Lukas Malz, Fachhochschule Erfurt
Tobias Haag, Stiftung Baukultur Thüringen
Marco Fuhs, Ingenieurbüro für Bauwesen
Torsten Müller, lichtraum3

Enrico Seeboth, BDA Thüringen

Michael Rommel, BDA Thüringen

 

Praxispartner:

Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG
Hunoldhaus Holzbau Hunold GmbH & Co. KG

ECO-TIMBER GmbH & Co. KG

Mumdey Erd-, Tief- und Strassenbau

Dachdeckermeister Stephan Otto

Elektromeister Marko Ziegenfuß

 

Unterstützer:

Adolf Würth GmbH & Co. KG
Rotho Blaas Deutschland GmbH
LINDIG Fördertechnik GmbH

Zimmerei und Holzbau Marko Hunstock

Christian Müller – Müllus Trucking

Rainer Kunze GmbH & Co. KG

Miller´s Marketing GmbH

LMT Leuchten + Metall Technik GmbH

 

Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur
Landesbeirat Wald und Holz Thüringen e. V.
arclab – Alumni und Freund:innen des Studiengangs Architektur der FH Erfurt e.V.
Architektenkammer Thüringen

Ingenieurkammer Thüringen

Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen bdla e.V.

SRL – Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V.
Landesgartenschau Leinefelde-Worbis gGmbH

 

FuE Personalförderung Innovatives Personal

Thüringer Aufbaubank
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Kofinanziert von der Europäischen Union

Satelliten-Event des New European Bauhaus Festival 2026

 

Fotos: Lukas Malz, Thomas Müller, hks architekten BDA

Simple BIM

Simple BIM in der Praxis

Im Forschungsprojekt „Simple BIM – Standardanwendungsfälle für den Wohnungsbau“ entwickelt hks architekten gemeinsam mit einem interdisziplinären Konsortium an der Weiterentwicklung der BIM-Methodik für kleinere Bauvorhaben.
Ziel des Projekts ist es, die Anwendung von Building Information Modeling (BIM) im Wohnungsbau mit einem Bauvolumen unterhalb von fünf Millionen Euro praxistauglich, wirtschaftlich sinnvoll und niederschwellig zugänglich zu machen.
Auftraggeber des Forschungsvorhabens ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), eine Ressortforschungseinrichtung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Das BBSR zählt zu den zentralen Akteuren der anwendungsorientierten Bauforschung in Deutschland und unterstützt Politik und Verwaltung durch wissenschaftliche Analysen, Studien und praxisnahe Handlungsempfehlungen.

Aufgabenstellung

Digitale Planung bei hks architekten
⟶ Mehr zu BIM

Tragwerksmodell Mehrfamilienhaus

Hintergrund und Zielsetzung 

 

Während sich die BIM-Methodik bei großen Bauprojekten zunehmend etabliert hat, bleibt ihr Einsatz bei kleineren Wohnungsbauvorhaben bislang die Ausnahme. Gleichzeitig liegt gerade in diesem Segment ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung von Planungs- und Bauprozessen.
Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt das Ziel, konkrete und wirtschaftlich sinnvolle BIM-Anwendungsfälle zu identifizieren und für die Praxis aufzubereiten.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines modularen Baukastens, der Planenden, Bauherren und weiteren Projektbeteiligten eine strukturierte und leicht verständliche Einführung in die BIM-basierte Arbeitsweise ermöglicht. Dieser Baukasten umfasst unter anderem standardisierte Anwendungsfälle, Informationsanforderungen, Modellierungsvorgaben sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Umsetzung im Projektalltag.

Tragwerksmodell Einfamilienhaus
Fußgängerperspektive

Methodisches Vorgehen 

 

Als Grundlage für die Entwicklung werden typische Wohnungsbauprojekte analysiert und in Form von drei repräsentativen Musterprojekten abgebildet.
Hierzu zählen ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus sowie eine Sonderform des Wohnungsbaus. Diese Projekte werden modellbasiert untersucht, um reale Planungsprozesse, Informationsflüsse und Schnittstellen systematisch auszuwerten.
Auf dieser Basis werden geeignete BIM-Anwendungsfälle definiert, priorisiert und in konkrete, anwendbare Bausteine überführt. Ergänzend entstehen praxisnahe Vorlagen und Leitfäden, die eine schrittweise Einführung der BIM-Methodik ermöglichen und gezielt auf die Anforderungen kleiner und mittlerer Projekte abgestimmt sind.

Rolle von hks architekten 

 

hks architekten ist als Teil des Konsortiums sowohl in der praktischen Umsetzung als auch in der inhaltlichen Forschung aktiv eingebunden. Neben der Erstellung der Fachmodelle für Architektur und Tragwerksplanung bringt das Büro seine langjährige Erfahrung in der Anwendung der BIM-Methodik in unterschiedlichsten Projektkontexten in die Entwicklung der Projektinhalte ein.
Die tägliche Arbeit mit BIM in Projekten unterschiedlicher Größenordnung ermöglicht es, Chancen, Herausforderungen und Grenzen der Methodik realistisch zu bewerten. Dieses praxisbasierte Wissen fließt unmittelbar in die Erarbeitung der Anwendungsfälle, Standards und Handlungsempfehlungen ein und trägt wesentlich zur Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse bei.

Die enge Verknüpfung von Forschung und Praxis ist dabei seit jeher ein prägender Bestandteil der Büroentwicklung. Sie bildet die Grundlage dafür, innovative Ansätze nicht nur konzeptionell zu entwickeln, sondern auch unter realen Bedingungen zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

 

 

Auswahl unserer BIM Projekte:

Forschungsbau Microverse Center, Jena

Fraunhofer Institut, Magdeburg

dotSource Campus, Jena

Center for Infection and Genomics of the Lung, Gießen

„Unser Ziel ist es, BIM für kleinere Bauaufgaben wirtschaftlich sinnvoll und einfach anwendbar zu machen, denn die Methode darf kein Instrument für Großprojekte bleiben. Durch die enge Verbindung von Forschung und Praxis entwickeln wir Lösungen, die reale Planungsprozesse abbilden und im Projektalltag tatsächlich funktionieren.“ 

Ansprechpartner: Martin Werner

Konsortialpartner:

 

hks architekten BDA
S&P Beteiligungs- und Managementgesellschaft mbH | Julien Beyer, Nadine Herty
TU Dresden – GFLab gGmbH |

Prof. Dr. Jens Otto, Lisa Schlund, Dr.André Sitte
Bauhaus Universität Weimar, Professur Baubetrieb und Bauverfahren |

Prof. Dr. J. Melzner, Friedrich Schröder
Kernhaus-Leipzig GmbH |

André Grundmann

 

Projektteam:

Lisa Schlund – CFLab gGmbh
Friederich Schröder – BUW
Julien Beyer – S&P GmbH
Martin Werner – Projektleitung bei hks architekten
André Grundmann – Kernhaus GmbH

 

Auftraggeber:

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) | Sebastian Goitowski

hks architekten GmbH
Kirberichshofer Weg 6
52066 Aachen

 

+49 (0)241 94664-0

ac@hks-architekten.de

 

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Fränkische Straße 8
53229 Bonn

 

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